Die Grafschaft Bentheim in der Geschichte

Brotbacken mit dem Lehmofen

Die Menschen der Bronzezeit lebten als sesshafte Bauern. Sie züchteten Vieh und bauten Getreide an. Zu den damals verbreiteten Getreidearten gehörten vor allem Emmer, Dinkel und Einkorn, die mit unserem heutigen Weizen verwandt sind. Man hat vermutlich auch schon Brot gebacken. Auf dem Bronzezeithof in Uelsen versucht man nachzumachen, wie damals gebacken wurde.

Dazu hat man einen Backofen aus Lehm errichtet. Der Ofen wird mit Holz beheizt. Über dem Ofen hat man ein Dach aus Grassoden gebaut, das auch das Brennholz trocken hält.

Zum Backen braucht man Mehl. Die Getreidekörner wurden in der Bronzezeit auf einem flachen Stein zu einem groben Mehl gemahlen. Das war mühsame Handarbeit. 

Dann wurde mit Wasser und etwas Hefe ein Teig geknetet. Der vorbereitete Brotteig musste einige Stunden "gehen", bevor er in den Ofen geschoben werden konnte.

Im Ofen wurde in der Zwischenzeit ein Holzfeuer entfacht. Im Inneren eines Lehmofens entwickeln sich Temperaturen von ca. 400 ° C. Die Wände des Ofens speichern die Hitze über längere Zeit.

Anschließend wurden die Glut-, Asche und Holzreste vollständig herausgekratzt. Mit einem Holzschieber bugsierte man die Brotlaibe hinein. Sie lagen direkt auf dem heißen Boden.

Um die Temperatur zu halten, wurde die Öffnung des Ofens mit einer Holzplatte verschlossen und die Fugen dichtete man mit frischem Lehm ab.

Nach ca. 35 - 40 Minuten war das Brot ausgebacken. Man entfernte die Holzplatte wieder und holte das Brot mit einem Schieber heraus. Alle Bilder: AB

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